Ein Impuls der Kolpingsfamilie 18.07.2021: Ich schenk dir einen Augenblick

Die vergangene Woche und die kommenden Wochen sind für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz, doch auch in anderen Regionen Deutschlands und der Nachbarländer eine Katastrophe. Jeder Mensch, der durch die Macht des Wassers sein Leben verloren hat, ist einer zu viel; jeder Mensch der das Dach über dem Kopf verloren hat, ist einer zu viel; jeder Mensch, der um Angehörige trauern muss, ist einer zu viel. Die Wassermassen haben viel Leid hinterlassen.

Grafik: Conny Nagel

Durch die Medien landet ein Stück dieses Leids in unseren Wohnzimmern. Niemand kann und darf sich der Not verschließen. Doch was es für die Menschen in diesen Regionen bedeutet – können wir das wirklich ermessen? Und jede/r kann helfen: Durch eine noch so kleine Spende, durch einen Augenblick des Gedenkens, durch ein Nachdenken über Ursachen solcher Katastrophen, die ja nicht nur buchstäblich vom Himmel fallen, sondern an denen auch unser aller Umgang mit dieser Welt beteiligt ist. Die Rettungsdienste aus unsrem Bundesland helfen mit, die Not zu lindern bis hin zu den Notfallseelsorger/innen, die angefragt wurden.

„Ich schenk dir einen Augenblick“ – das ist eine Lebenshaltung für alle Tage. Das ist die Haltung der Achtsamkeit füreinander. Das ist der Auftrag aneinander das Gute zu entdecken, den Wert des anderen immer neu zu erspüren. Es ist eine Lebenshaltung und eine Lebensaufgabe – einübbar in vielen großen und kleinen Situationen – auch jetzt.

In diesem Sinn einen schönen Sonntag.