Impuls für den Tag zum "Bleiben sie zu Hause"

Liebe Gemeindemitglieder. Die heutige Lesung ist wie ein tröstendes Wort für uns alle: Heute lesen wir aus dem Buch Ezechiel (47, 1-9):

Tempelquelle
1 Dann führte er mich zum Eingang des Tempels zurück und siehe, Wasser strömte unter der Tempelschwelle hervor nach Osten hin; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar. 2 Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und siehe, das Wasser rieselte an der Südseite hervor. 3 Der Mann ging nach Osten hinaus, mit der Messschnur in der Hand, maß tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis an die Knöchel. 4 Dann maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis zu den Knien. Darauf maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich hindurchgehen; das Wasser ging mir bis an die Hüften. 5 Und er maß noch einmal tausend Ellen ab. Da war es ein Fluss, den ich nicht mehr durchschreiten konnte; denn das Wasser war tief, ein Wasser, durch das man schwimmen musste, ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte. 6 Dann fragte er mich: Hast du es gesehen, Menschensohn? Darauf führte er mich zurück, am Ufer des Flusses entlang. 7 Als ich zurückging, siehe, da waren an beiden Ufern des Flusses sehr viele Bäume. 8 Er sagte zu mir: Diese Wasser fließen hinaus in den östlichen Bezirk, sie strömen in die Araba hinab und münden in das Meer. Sobald sie aber in das Meer gelangt sind, werden die Wasser gesund. 9 Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden sie gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.

 

Der Prophet Ezechiel lädt uns ein, tief auf das Gebet und unsere lebendige Gottesbeziehung zu vertrauen. Und wenn wir einander mit der Lebendigkeit und Freude unserer Gottesliebe entzünden, werden die Wasser des Lebens tiefer und tiefer. Wir gesunden, indem wir unseren Glauben, unsere gute Gottesbeziehung leben und so füreinander da sind.

Hören wir doch heute die Worte so, als wären sie für uns gesprochen. Machen wir ernst mit unserer Gottes- und Nächstenliebe. Lassen wir uns, wenn wir auch äußerlich getrennt sind, nicht die inneren Verbindungen zueinander nehmen. Diese inneren Verbindungen machen unser Lebenswasser aus und werden letztlich auch unsere Welt wieder gesunden.

Ich wünsche Ihnen heute allen ein wenig vom Wasser des Lebens, das aus dem Tempel kommt. Ein Wasser, das uns allen gut tut und unsere Welt mit Leben und Frische erfüllt.

 

Ihr Pfr. Klaus Rennemann