Station 1: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist“

Was ist eigentlich „Kolping“?

Das Kolpingwerk ist ein internationaler, weltweiter Sozialverband, der im Sinn Adolph Kolpings der Welt ein freundliches Gesicht geben will. Kolping international versteht sich als eine lebendige Weltfamilie, in der sich alle solidarisch umeinander kümmern. Kolping international hat über 400 000 Mitglieder in 60 Ländern und 9000 Kolpingsfamilien in Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika. Überall werden Menschen gestärkt, sich für eine gute Zukunft – ihrer persönlichen als auch der ihres Landes einzusetzen. Dabei werden sie von Kolping international durch viele kleine und große Projekte unterstützt. 

Das Kolpingwerk Deutschland ist der größte Nationalverband und versammelt ca. 205.000 Mitglieder (Stand 2023) – Erwachsenenverband und Kolpingjugend.25.000 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder sind in rund 2.200 Kolpingsfamilien tätig. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es 230 Kolpinghäuser  (Stand: 2018), 200 Einrichtungen der Kolping-Bildungswerke und mehr als 810 öffentliche Straßen und Plätze mit Namen „Adolph Kolping“. 

Das Kolpingwerk begann als katholische Gemeinschaft für wandernde Handwerksgesellen. Daher kommt auch der alte Name „Gesellenverein“.

Der Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart setzt gesellschaftspolitische, soziale und spirituelle Schwerpunkte. Er orientiert sich dabei am Leitbild des Kolpingwerks Deutschland "Zusammen sind wwir Kolping". 

Wer war Adolph Kolping?

  • Sozialreformer: Es war ihm nicht in die Wiege gelegt. Vielmehr wollte er selbst hoch hinaus. Doch die gesellschaftliche Situation seiner Zeit forderte ihn so sehr heraus und bewirkte eine innere Wende. Schreibend und Redend und tatkräftig anpackend versuchte er die Welt zu verändern.
  • Weltveränderer: Das war er für viele junge Menschen in Ausbildung und für die Gesellen seiner Zeit, indem er Wohnraum für sie schuf und sie menschlich und spirituell begleitete, dass sie zu verantwortungsbewussten Menschen werden konnten.
  • Menschenkenner: Mit dem Herz am rechten Fleck ahnte Adolph Kolping immer mehr, welche Nöte die Menschen zu seiner Zeit hart trafen. Mit seiner Art das Evangelium zu verkünden und zu leben, stand er an ihrer Seite. „Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfande geben“ sind einmal seine Worte.
  • Gottsucher: In  Adolph Kolpings Zeit suchten die Menschen nach Beistand. Der Gottesglaube kam dabei auch an Grenzen, denn sie konnten diesen Gott so wenig spüren. Gott suchen und immer wieder neu finden, was Adolph Kolpings Auftrag. So war er Zeuge für Gott.

Adolph Kolping und Karl Marx

Sie sind Zeitgenossen, sind sich allerdings nie persönlich begegnet. Verbunden waren sie durch ihren Einsatz für Gerechte Entlohnung, Gleichberechtigung, Streikrecht, Integration durch Bildung, Sprache, berufliche Qualifikation. Das sind bis heute die Themen. Kolping und Marx wählten dabei verschiedene Wege der Revolution: der eine mit Worten und Taten, die sich für ihn aus der Botschaft Jesu ergaben; der andere durch die Vorstellung eines Kommunismus als einer Gesellschaftsordnung oder Wirtschaftsweise, in der alle Beteiligten den gleichen Anteil an den erzeugten Gütern bekommen.

Infos zur Heilig-Geist-Kirche und zur Turmkapelle

Kirche
Turmkapelle

Zur Kirchengemeinde Heilig-Geist gehören der Adolph-Kolping-Saal, der Vinzenz-Härle-Saal sowie das Ulrika-Nisch-Zimmer als Orte, an denen Veranstaltungen und Treffen stattfinden.

Eine kleine Aktion: Gottvertrauen

Wenn du mit anderen hier unterwegs bist:
Stellt euch zu zweit zusammen. Eine:r schließt die Augen, der/die andere führt ihn zur Kirche oder um die Turmkapelle.
Wie stark ist euer gegenseitiges Vertrauen?
Wie fühlt es sich an, jemandem „blind“ zu vertrauen?

Wenn du dich hier Fotographieren willst,

schick uns gerne ein Foto über Whatsapp-Nr. +49 170 5242413
Wenn du uns ein Foto schickst, erklärst du dich einverstanden, dass wir dieses Bild evt. auf unserer HP veröffentlichen.