Station 2: MENSCH SEIN

„Was der Mensch aus sich macht, das ist er.“ 

Freude

Zum Osterfest 2024 wurde der Strickerbrunnen erstmals zum Osterbrunnen verwandelt. Sowohl das Osterbrunnenteam der Kolpingsfamilie als auch die Bürgerinnen und Bürger hatten viel Freude an diesem Brunnen, der nach einigen wasserlosen Jahren nun wieder reich gefüllt war und lief.

Der Strickerbrunnen

In deren Buchausgabe „Lebenszeichen – Die Wasserversorgung in Ergenzingen (2006)“ ist die Einzigartigkeit der Ergenzinger Brunnenstuben dokumentiert: vom Landesdenkmalamt Tübingen als besonders schützenswert eingestuft ist es bisher das einzig bekannte noch funktionsfähige Wasserversorgungssystem in Baden-Württemberg. In Anbetracht der global befürchteten Wasserknappheit in der Zukunft ist dies ein unschätzbares Kleinod für eine Gemeinde. Und eben an diesem Brunnensystem hängt das Wohl des Strickerbrunnens.
1967 wurde der Brunnen mit der Strickerfigur von Steinmetzmeister Ernst Miller mit einem Festakt unter großer Beteiligung des Dorfes eingeweiht.

Das Reservoir wurde Ende des 19. Jhdt. zur Verbesserung der Wasserversorgung in Ergenzingen gebaut, fasst circa 140 m³ und speist sich – immer noch - aus 2 Quellen: der Edelmann- und der sog. Weiherwiesenquellen. Fließt im Schacht im Göttelfinger Tal das Wasser mit 50l/min, dann kommt auch Wasser im Reservoir in Ergenzingen an. Das Reservoir befindet sich auf einem Gelände nahe des Wohngebiets Baisinger Weg und ist derzeit zu 1/3 gefüllt. Die „Edelmann-Wasserleitung“ hat auf ihrem Weg zum Reservoir in Ergenzingen eine Abzweigung zum Strickerbrunnen von einem Schacht aus, der sich in unmittelbarer Nähe des Strickerbrunnens auf Privatgelände (Bergstraße 37) befindet.

(gekürzt entnommen aus: https://www.buerger-fuer-ergenzingen.de/strickerbrunneassermangel-im-gäu/)

Geschichte der Stricker

Die Figur des Strickers wurde zur Fasnet 1981 erschaffen und läuft beim Umzug nach dem Polizist und dem Narrenrat an dritter Stelle. Gelegentlich wird bei Brauchtumsabenden der Strickertanz aufgeführt.
Aus dem frühen Mittelalter wird berichtet, dass der Strickerberuf unter den Männern in Ergenzingen weit verbreitet gewesen sei. In einem Lagerbuch von 1728 werden die Stricker erstmals als eigener Beruf erwähnt. Als im Jahr 1766 ein Stricker nach Baden auswandern wollte, vermerkte das Oberamt, dass der Flecken Ergenzingen ohnehin mit einer großen Anzahl Stricker versehen sei.

Das Häs des Strickers besteht aus einer blauen Jacke und einer ockerfarbenen Hose. Beide sind aufwendig mit Strickerutensilien, wie Wollknäuel und Stricknadeln benäht. Weiterhin zieren die Jacke Malereien des Ergenzinger Rathaus und der alten katholischen Kirche. Am Häs sind weiterhin kleine Glöckchen angenäht. Komplettiert wird das Häs mit einem Korb, einer Rätsche oder einem Wollknäuel.
Der Stricker trägt eine Glattholzmaske mit gütigen Gesichtszügen, eine blaue Mütze mit roten und ockerfarbenen Bommeln, gekrönt von einem Fuchsschwanz. Zusätzlich besitzt der Stricker eine ockerfarbene Halskrause mit angenähten Glöckchen.

(Quelle: https://nz-ergenzingen.de/ueber-uns/gruppen/stricker/)

Eine kleine Aktion

In Rollen schlüpfen:
In welche Rolle möchtest du einmal schlüpfen? Wer möchtest du einmal sein? Mit welcher berühmten Person möchtest du gerne reden

Mensch sein:
Probier‘ es einmal aus: Zeige mit deinem Gesicht oder einer Pantomime ein Gefühl. Können deine Begleiter:innen erraten, was du darstellst?

Hörtipp zum Thema "Mensch sein"

„Sei ein Mensch“: Bewegende Rede von Marcel Reif im Bundestag: zum Video

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